Während die BVB-Profis am Mittwochabend einen 4:1-Erfolg gegen den FC Sevilla in der Champions League feierten, ist das Youth League-Spiel der U19 von Borussia Dortmund von einem Rassismus-Vorfall überschattet worden.
Abdoulaye Kamara von Borussia Dortmund soll von Spielern des FC Sevilla rassistisch beleidigt worden sein. Der BVB kündigte Konsequenzen an.
Borussia Dortmund: U19-Spieler soll rassistisch beleidigt worden sein
Nach Angaben von Borussia Dortmund sei Kamara von seinen Gegenspielern mit Affenlauten und verächtlichen Gesten verspottet worden. Anschließend soll es zu hitzigen Szenen und Rudelbildungen gekommen sein.
„Das Ergebnis rückt heute in den Hintergrund, weil wir wieder hier stehen und über rassistische Äußerungen vom Gegner sprechen müssen. Ich stand vor vier Wochen in Cottbus, da wurden meine Spieler wegen ihrer Hautfarbe beleidigt. Heute haben wir erneut mehrere Situationen mit Beleidigungen der Hautfarbe und Geräuschen erlebt. Da fehlen mir die Worte“, sagte U19-Trainer Mike Tullberg den „Ruhr Nachrichten“.
Man habe in der Halbzeit mit dem Team entschieden, dass man das Spiel weiterspielen wolle.
Ricken kündigt Konsequenzen an
Einen Tag nach dem Spiel meldete sich nun auch Lars Ricken zu Wort: „Wir haben den Vorfall bei der UEFA hinterlegt. Die Erfolgsaussichten sind allerdings gering, da der Schiedsrichter den Vorfall nicht mitbekommen hat“, sagte der BVB-Nachwuchsdirektor.
Ricken kündigte Konsequenzen an: „Sollte es noch mal zu einem Vorfall kommen, wird die Mannschaft den Platz sofort verlassen. Das werden wir in der Vorbesprechung des nächsten Spiels am Dienstag deutlich ansprechen.“
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