Es sollte ein harmloser Spaß werden. Quasi eine Erfrischung für die nackten und verschwitzten Leiber der „Adam sucht Eva“-Kandiaten. Doch der Witz endete im Desaster.
Am Samstagabend zeigte RTL die zweite Folge „Adam sucht Eva“. Dass die jedoch im Melodram gipfeln sollte, hätte sich vorher wohl nicht mal der optimistischste Trash-TVianer erhoffen können.
„Adam sucht Eva“: Des Dramas erster Akt
Doch beginnen wir das Drama im ersten Akt. Nach einem harten Tag unter der sengenden Sonne Griechenslands, nach intensiven Gesprächen („Ich sag mal so, die bumst gerne.“ „Echt?“ „Ja, die ist ein Maneater. Die Haare und so.“), Fitnesssessions und einem romantischen Hawaii-Toast mit Salat, hatten sich die Kandidaten bereit fürs Bett gemacht.
Nur einer war irgendwie noch nicht so ganz müde – Martin. Der lief noch fröhlich, mit baumelnden Geschlecht und einem Glas Wasser durchs Schiff und bespritzte damit Gina Lisa Lohfink und Co.
Irgendwann packte ihn dann jedoch der Übermut und er spuckte dem schon unter der Decke liegenden Mit-Kandidaten und besten Boot-Bro Antonino einen Schwall Wasser ins Gesicht. Ein No-Go für den Italiener aus dem Schwabenländle.
Wutentbrannt stand er auf, schnappte sich einen Bottich Wasser und kippte es dem lachenden Martin ins Gesicht.
„Adam sucht Eva“: Des Dramas zweiter Akt
Und so beginnt des Dramas zweiter Teil. Denn anstatt das Ganze damit beendet zu haben, beginnt der Tag nach Watergate mit dicken Tränen. Schluchzend saß Martin vor der Kamera und schüttet sein Herz aus: „Da bin ich stur und vielleicht war das auch übertrieben, was ich gemacht habe. Aber ich mein, der hätte mich mit tausend Litern Wasser überschütten können. Das wäre mir ja völlig egal. Aber danach habe ich das als totale Zurückweisung empfunden.“
Und dann folgten die Sätze, die die ganze Dramatik der Wasserkatastrophe verdeutlichen: „Das macht mich traurig. Und ich will nicht traurig sein. Weil ich nicht so ein Mensch bin, der traurig ist. Ich will gehen.“
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„Adam sucht Eva“: Des Dramas dritter Akt
Fast möchte man den armen Jungen in den Arm nehmen. Doch fremde, nackte Menschen umarmen? Ne, lassen wir lieber den angespuckten Antonino im dritten und leider schon letzten Akt das Seelenheil des armen Martins richten.
In einem Dialog, der so auch eins zu eins aus „Romeo und Julia“ hätte geklaut sein können, sprechen sich die Kumpel aus.
- Antonino: „Ey, die Leute machen sich Sorgen, weil du nicht redest. Wegen dem Spaß gestern?“
- Martin: „Ich spüre dann halt so eine emotionale Zurückweisung. Das macht mich halt traurig.“
- Antonino: „Hör doch auf jetzt mit der Scheiße. Es hat sich doch erledigt. Ist doch alles gut jetzt.
- Martin: „Ne, mich nimmt das dann halt mit.“
- Antonino: „Alter, hör doch jetzt auf, Alter. Alter, ich mag dich doch! Hör doch auf.“
- Martin: „Wärest du mir egal, dann würde mich das auch nicht interessieren. Ich denk dann so, du magst mich nicht mehr und so.“
- Antonino: „Neein. Ey, ich schwör dir. Ich hab doch nur dich hier. Sollen wir uns wegen so ’nem Scheiß jetzt alles kaputt machen? Ne, das machen wir nicht. es tut mir Leid.“
- Martin: „Ne, es tut mir Leid.“
- Antonino: „Mach dir keinen Kopf, Alter. Hey, ich will mir dir Dings sein, Bruder, echt.“
Ach Gott, ist das schön. Und auf die neu gewonnene Freundschaft erst mal fünfzig nackige Sit-Ups. Herrlich.